Ladezeit der eigenen Website verbessern

12.October 2011

Die Ladezeit einer Webseite ist bei Google mittlerweile ein Rankingfaktor, wenn auch nur einer unter rund 200 und mit einer Bedeutung von etwa einem Prozent.

Noch wesentlicher erscheint der Vorteil für die Usability, denn es gibt viele Nutzer, die tatsächlich innerhalb von drei bis vier Sekunden eine Suchanfrage neu starten, wenn eine Webseite nicht öffnet. Besonders für Seitenbetreiber in einem Marktumfeld mit sehr viel Konkurrent – also nahezu alle Internetshops im Consumer-Bereich – ist das essenziell.

Bewertung und Messung der Ladezeit

Eine Ladezeit gilt als schnell, wenn die Seite in weniger als 1,5 Sekunden öffnet, was aber relativ zu betrachten ist, denn es hängt von der Netzanbindung des Users ab.

Man kann sich aber mit Mitbewerbern vergleichen – und idealerweise sollte man schneller als der Durchschnitt der Konkurrenz sein. Zu messen ist die Ladezeit unter anderem mit Pingdom. Wer nur gelegentlich surft, und das fast immer zu gleichen Tageszeit, sollte die Ladezeit seiner eigenen Seite überprüfen, denn seine Nutzer greifen darauf zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten von unterschiedlichen Geräten aus zu. Immer am gleichen Ort zur gleichen Zeit vom gleichen Rechner aus ergibt sich kein objektives Bild.

Ladezeit verbessern

Es gibt für große Shops mit vielen Unterseiten und aufwendigen Dateien (Videos, Bilder) entsprechend hochgerüstete Tools. Wer so einen Shop betreibt, sollte sich an einen Webdesigner wenden oder die Tools wie Google PageSpeed oder YSlow unter die Lupe nehmen. Für normale Seiten gibt es einige allgemeine Hinweise ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Jede Datei, die viel Platz braucht, ist zu hinterfragen. Vor allem Videos, alles mit JavaScript, Flash, vor allem auf der Startseite. Videos können in eine Subdomain, die Startseite muss sofort öffnen. Am langsamsten öffnen definitiv Seiten, die auf die Startseite ein Video oder eine Flash-Animation platzieren.

  • CSS-Dateien können zusammengefasst werden, JavaScript gehört auf jeden Fall ans Ende einer Seite, am besten wird es asynchron geladen – es erscheint erst, wenn die Seite schon komplett geladen ist. Google bietet unter Analytics einen entsprechenden Code an, dieser sollte unbedingt genutzt werden.

  • Mit CSS-Sprites werden Anweisungen für Hintergrundgrafiken zusammengefasst, im Hintergrund wird jeweils nur ein Ausschnitt angezeigt. Eine Anleitung dazu gibt es etwa hier.

  • CDN (Content-Delivery-Networks) verlagert Teile der Seite, zum Beispiel aufwendige Bilder, auf einen anderen Server beim Host, am besten auf eine Subdomain – wie oben schon erwähnt. Grundsätzlich sollte alles, was Platz und Zeit kostet, auf Subdomains. Die langsamsten Seiten sind diejenigen, deren Betreiber die Animationen auf der Startseite lieben, zum Beispiel viele Original-Firmenseiten von großen Autoherstellern. Wie genau das zu bewerten ist und ob sich der Aufwand des Multihostings für normale Seiten lohnt, bleibt Geschmacksfrage. Es ist dem Betreiber einer Seite, die nicht per se hohe Popularität genießt, zu empfehlen, auf der Startseite auf jegliche Animation zu verzichten. Jedoch kann jQuery in komprimierter Form über Google geladen werden, auch mit anderen Standardbibliotheken ist das möglich.

  • Bilder können komprimiert werden, das ist bisweilen gar nicht sichtbar und spart Platz.

Es kann aber auch sein, dass fehlende Geschwindigkeit gar nicht am Aufbau der Seite liegt. Auch der Server ist ein entscheidender Faktor. Webhosting-Angebote gibt es in unterschiedlichen Skalierungen – vom günstigen Shared Webhosting bis zum eigenen Rechenzentrum.

Wenn Shared Webhosting nicht mehr genug ist, kann man sich natürlich auch einen eigenen Server kaufen. Das erfordert allerdings auch viel Know-How, und die Unterbringung in einem geeigneten Rechenzentrum – so braucht man nicht nur etwa ein Server Rack und Serverschränke, sondern auch Notstromaggregate, eine ausreichende Brandsicherung und eine leistungsfähige Internetverbindung.

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